Intraartikuläre Injektionen von Kortikoiden zur Behandlung von Arthroseschmerzen sind womöglich nicht frei von unerwünschten Nebenwirkungen.

Laut einer aktuellen Studie, für die 459 Injektionen analysiert worden waren, liegt die Komplikationsrate bei 8 %. Bei Nachuntersuchungen fanden sich z. B. Osteonekrosen, subchondrale Insuffizienzfrakturen und ungewöhnlich rasch fortschreitende Arthrosen. Die Injektionen könnten den Forschern zufolge verhindert haben, dass bereits vorbestehende Schäden abheilten. Die primäre konservative Behandlung beruht vor allem auf der Entlastung des Gelenks. Durch die Steroide verspüren die Patienten jedoch weniger Schmerzen; infolgedessen könnten sie dazu neigen, das Gelenk noch stärker zu belasten, und das wäre in diesem Fall eindeutig kontraproduktiv, so die Wissenschaftler.


Quelle:
Kompel AJ et al. (2019) Radiology. DOI: 10.1148/radiol.2019190341