Die AOK Rheinland/Hamburg und der Apothekerverband Nordrhein wollen ab Herbst 2020 in einem Modellversuch die Grippeschutzimpfung in Apotheken erproben. Auch die Apothekerkammer Westfalen-Lippe hat ihre Berufsordnung schon so geändert, dass Grippeimpfungen in der Apotheke möglich sein sollen.

Das 2019 beschlossene Gesetz zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken erlaubt dies. Vonseiten der niedergelassenen Ärzteschaft in Nordrhein und Westfallen-Lippe kommt heftiger Widerspruch. Nur Ärzte seien qualifiziert für die Impfanamnese, den Ausschluss akuter Erkrankungen und die Aufklärung zur Impfung. Und auch nur Mediziner seinen in der Lage, mögliche Nebenwirkungen wie z. B. allergische Reaktionen zu beherrschen. Darüber hinaus seien für das Impfen auch geeignete Räume sowie das Einhalten von Hygienebestimmungen nötig. Ganz ähnlich sieht dies sogar die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA): Impfungen seien primär eine Aufgabe von Ärzten. Allerdings könnten übergeordnete Gründe, wie z. B. Massenimpfungen gegen Grippe oder COVID-19, dann eben doch für eine Impfung in den Apotheken sprechen.


Quelle:
KBV/ÄkNo/ÄKWL