Die Zahl der Hausbesuche im organisierten Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen ist in der Coronakrise deutlich gestiegen, in den letzten beiden Märzwochen des Jahres 2020 um ca. 13 % gegenüber dem Vorjahr.

Gleichzeitig ist die Zahl der ambulanten Notfälle, z. B. in den Bereitschaftsdienstpraxen und in den Notfallambulanzen der Krankenhäuser, um ca. 25 % gesunken. Dies geht aus ersten, noch vorläufigen Datenanalysen des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hervor. Das Zi reagiert damit auf eine Stellungnahme der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), wonach es in der Coronakrise einen Ansturm auf die Notfallambulanzen gegeben habe. Das Gegenteil sei der Fall, so das Zi: Die Bevölkerung sei sehr vorsichtig mit Besuchen in den Notfallambulanzen gewesen, was zu erheblichen Fallzahlrückgängen führte. Dieser Rückgang sei zum Teil durch den fahrenden Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigungen aufgefangen worden.