Die Zahl der eingebauten Knieprothesen steigt in Deutschland derzeit rasant an. Nach einer lange rückläufigen Entwicklung werden nun jährlich wieder rund 10.000 Knieprothesen mehr implantiert.

Der Grund: Seit einem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von 2015 dürfen Ärzte die schonende Arthroskopie zur Behandlung einer chronischen Kniegelenksarthrose (Gonarthrose) nur noch in Ausnahmefällen bei gesetzlich Versicherten anwenden. Die Ärzte tendieren daher jetzt offenbar dazu, gleich ein künstliches Kniegelenk zu implantieren, auch wenn dies für den Patienten möglicherweise noch lange hinausgezögert werden könnte.


Quelle:
Berufsverband für Arthroskopie e.V.