Seit dem 01. Januar 2014 können Vertragsärzte die Knochendichtemessung mit der GKV abrechnen, auch wenn noch kein Knochenbruch vorliegt.

Der Bewertungsausschuss hat hierzu die neue Abrechnungsziffer 34 601 geschaffen. Damit ist das Problem vom Tisch, dass Patienten um Vorkasse gebeten werden, weil diese Abrechnungsziffer fehlte. Die Deutsche Rheuma-Liga hatte den Missstand im Oktober 2013 angeprangert und eine schnellere Lösung gefordert. Auf langjähriges Drängen der Patientenvertreter/innen hatte der Gemeinsame Bundesausschuss bereits im Februar 2013 die Knochendichtemessung bei chronischen Erkrankungen, wie der rheumatoiden Arthritis, unter bestimmten Voraussetzungen als eine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen ermöglicht. Früher musste es erst zu einem Knochenbruch kommen, damit eine Knochendichtemessung von den Krankenkassen erstattet wurde. Eine Abrechnung der Knochendichtemessung ist nun zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung möglich zum Zweck der Optimierung einer Therapieentscheidung und wenn aufgrund konkreter anamnestischer und klinischer Befunde eine Absicht für eine spezifische medikamentöse Therapie einer Osteoporose besteht. Die Knochendichtemessungen müssen mittels einer DXA- oder DEXA-Messung, die Dual Energy X-Ray Absorptiometry, an der Lendenwirbelsäule und/oder am Schenkelhals durchgeführt werden.


Quelle
Deutsche Rheumaliga