TNF-alpha-Antikörper werden gegen entzündliche Erkrankungen eingesetzt. Sie können aber paradoxerweise auch Entzündungen auslösen, wie Professor Dr. Stefan Brand, St. Gallen, erläuterte.

Sie manifestieren sich vor allem auf der Haut, überwiegend als psoriasiforme Hautödeme, seltener als ekzematöse Hautveränderungen. Klinisch fallen sie als palmoplantare Hautläsionen auf, bei etwa einem Drittel als psoriasiforme Alopezie. Bei etwa zwei Drittel der Patienten lassen sich die Hautveränderungen durch topische Steroide behandeln, ohne dass die TNF-alpha-Antikörper abgesetzt werden müssen. Bei sehr schweren Hautveränderungen kann der Einsatz von Ustekinumab erwogen werden. "Der Wechsel auf einen anderen TNF-alpha-Antikörper hilft dagegen meist nicht", so Brand.



Autorin:
Dr. Beate Fessler

Erschienen in: Der Allgemeinarzt, 2017; 39 (10) Seite xx-xx