Pressekonferenz: Eine erfolgreiche Behandlung von Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis wirkt sich nicht nur auf die reinen Haut- und Nagel-Symptome aus – auch eine Verbesserung der Lebensqualität kann erzielt werden. Eine Studie zeigt, mit welcher Behandlung alle drei Ziele gemeinsam erreicht werden können.

Ziel der PRIME-Studie [1] war es, die Überlegenheit von Secukinumab im Vergleich zu Fumarsäureestern bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis ohne vorherige, konventionelle systemische Therapie zu zeigen, erklärte Prof. Dr. Michael Sticherling, Universitätsklinikum Erlangen. Fumarsäureester stellen bei dieser genannten Patientengruppe in Deutschland die gängige Erstlinientherapie dar. In der 24-wöchigen randomisierten offenen Studie PRIME erzielten über 70 % der Patienten ein PASI-90-Ansprechen und damit eine fast symp­tomfreie Haut, unter Fumarsäureestern erreichte dies lediglich ein Fünftel der Patienten (19 %, p<0,001) [1].

Überlegenheit von Secukinumab

Darüber hinaus konnte bei Patienten mit betroffenen Nägeln durch Secukinumab eine deutliche Besserung um 75 % (NAPSI 75) erzielt werden: In Woche 24 zeigten über die Hälfte der Patienten (54 %) unter Secukinumab eine NAPSI-75-Antwort, während unter Fumarsäureester nur 4 % der Patienten entsprechend ansprachen, berichtete Sticherling. Auch im Hinblick auf die Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (DLQI 0/1) erwies sich Secukinumab als überlegen: 71 % der mit Secukinumab behandelten Patienten gaben an, sich durch die Erkrankung in ihrer Lebensqualität nicht mehr eingeschränkt zu fühlen; unter Fumarsäureestern hatte lediglich ein Viertel der Patienten Ähnliches zu berichten [2].


Literatur:
1) Reich K et al., Abstract auf der DDG-Tagung, Berlin
2) Augustin M et al., Abstract auf der DDG-Tagung, Berlin

Susanne Pickl

Pressekonferenz: „Secukinumab: Zeit zu handeln – frühzeitiger Einsatz, langfristige Wirksamkeit“, anlässlich der 49. Tagung der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), Novartis, Berlin, April 2017


Erschienen in: Der Allgemeinarzt, 2017; 39 (12) Seite 87