Bei Patienten mit einer angeblichen Penicillin-Allergie wird meist auf ein Reserveantibiotikum ausgewichen. Doch das ist in 9 von 10 Fällen gar nicht nötig.

Zu diesem Schluss kommt eine kanadische Studie. In den meisten Fällen sei niemals eine qualifizierte Allergie-Testung durchgeführt worden, so die Autoren. Sie empfehlen einen Hauttest und evtl. zusätzlich noch einen Provokationstest durchzuführen, um die Frage einer Penicillin-Allergie zu klären. Dies alles auch vor dem Hintergrund, dass Reserveantibiotika nicht nur teurer sind, sondern auch Resistenzen fördern können.


Quelle:
Vaisman A et al. (2017) JAMA Intern Med. DOI: 10.1001/jamainternmed.2016.8185