Bis zu 60 % häufiger erkranken Frauen an Multipler Sklerose (MS), wenn sie unter einem Vitamin-D-Mangel leiden. Zu diesem Ergebnis kommt die Analyse von Blutproben aus einem finnischen Schwangerschaftsregister.

Darunter fanden sich 1.092 Frauen, bei denen nach der Schwangerschaft eine MS diagnostiziert worden war. Für ihre Studie werteten die Forscher schließlich 6.200 Blutproben von 3.200 Teilnehmerinnen aus. Dabei ergab sich, dass Frauen mit einem Vitamin-D-Spiegel unter 27 nmol/l um 60 % häufiger an MS erkrankten als jene mit einem Vitamin-D-Spiegel von über 41 nmol/l. Die Autoren empfehlen nun eine Vitamin-D-Supplementierung vor allem bei solchen Personen, die aufgrund von Risikofaktoren wie Rauchen und Übergewicht oder wegen einer familiären Belastung ein erhöhtes MS-Risiko tragen.


Quelle:
Munger KL et al. (2017) Neurology. DOI: 10.1212/WNL.0000000000004489