Der Allgemeinarzt 5/2017, Seite 60 ff: "Kennen Sie das Burning-Mouth-Syndrom?"

Mir brennt‘s nicht im Mund, sondern "unter den Nägeln", wenn ich solche Beiträge in Der Allgemeinarzt lese und nirgends die "Programmierte Diagnostik" erwähnt finde. Gerade wegen der vielfältigsten Ursachen und der zu bedenkenden Krankheiten und der oft nicht einfachen PatientInnen hätte sich hier angeboten, das Diagnostische Programm Nr. 52 (Zungenbrennen)* zu erwähnen, denn an alle möglichen Ursachen kann man nicht denken in der kurzen Zeit der Beratung. Ein Beispiel eines von mir bearbeiteten Programms zeigt die obige Abbildung. Zudem hat die Anamnestik mit dem Programm, wie Braun immer wieder betont hat, schon einen psychologisch-therapeutischen Effekt und die Patienten fühlen sich ernst genommen.


© Foto: Martin Kalchhauser
Dr. med. Waltraud Fink

Fachärztin für Allgemeinmedizin, A-3722 Straning 153

Kommentar des Autors:

Das Diagnoseprogramm "Zungenbrennen" hätte in unserem Artikel tatsächlich zumindest erwähnt werden müssen. Uns war es aber auch ein Anliegen, einzelne Aspekte dieses Diagnoseprogramms vertieft darzustellen. Insbesondere die Interaktion von Kiefergelenk-Zahn-Zungenproblematik war uns wichtig, weil die meisten Hausärzte von diesen Zusammenhängen tendenziell eher weniger Ahnung haben. Herzlichen Dank für die Anmerkung!


Literatur:
* Braun RN, Mader FH (2005) Programmierte Diagnostik in der Allgemeinmedizin. 82 Checklisten für Anamnese und Untersuchung. 5. Auflg. Springer Medizin Verlag, Heidelberg



Autor:

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Dr. med. Fritz Meyer

Facharzt für Allgemeinmedizin, Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Sportmedizin – Ernährungsmedizin (KÄB)
86732 Oettingen/Bayern

Erschienen in: Der Allgemeinarzt, 2017; 39 (9) Seite 77