Ärzte können Krankenfahrten und Krankentransporte zu „stationsersetzenden“ Eingriffen verordnen, wenn eine medizinisch gebotene stationäre Behandlung aus besonderen Gründen ambulant durchgeführt wird.

Das wurde in der aktualisierten Krankentransport-Richtlinie klargestellt, die seit Ende 2017 in Kraft getreten ist. Ob eine ambulante Operation ein „stationsersetzender“ Eingriff ist und Vertragsärzte deshalb eine Krankenfahrt oder einen Krankentransport dorthin verordnen können, führt oft zu Nachfragen und Unsicherheiten in der Praxis. Das Bundessozialgericht hat 2016 entschieden, dass es bei der Verordnung darauf ankommt, dass eine an sich medizinisch gebotene voll- oder teilstationäre Behandlung aus besonderen Gründen ambulant durchgeführt wird. Besondere Gründe liegen insbesondere vor, wenn Versicherte im Rahmen ihrer Patientenautonomie entscheiden, sich ambulant behandeln zu lassen, statt voll- oder teilstationäre Krankenhausbehandlung in Anspruch zu nehmen.


Quelle:
KBV