Wenn Patienten niedrigdosierte Acetylsalicylsäure (ASS) zur Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen einnehmen, sollten sie dieses nicht einfach absetzen.

Denn dann steigt das Risiko für ein kardiovaskuläres Ereignis deutlich an, so das Ergebnis einer schwedischen Kohortenstudie, in die Daten von mehr als 600.000 Patienten eingeflossen war, die Hälfte erhielt ASS. Von diesen setzte jeder 5. ASS eigenmächtig ab. Dadurch erhöhte sich ihr kardiovaskuläres Risiko um 37 % im Vergleich zur Kontrollgruppe, wobei die Gefährdung direkt nach dem Absetzen am höchsten ist. Als möglich Ursache wird ein „Rebound“-Effekt vermutet, bei dem es nach dem Absetzen von ASS zu einem Anstieg von Thromboxan komme, der prothrombotische Effekte verursache.


Quelle:
Sundström J et al.(2017) Circulation. DOI: 10.11g1/CIRCULATIONAHA.117.028321