Bei „einschlafenden Händen“ gilt die operative Therapie bisher als überlegen gegenüber der konservativen Behandlung.

Eine aktuelle Studie mit 234 Probanden, die an einem Karpaltunnelsyndrom litten, hat die Erfolge von 2 verschiedenen konservativen Therapieformen nun miteinander verglichen. Die eine Gruppe erhielt einmalig 20 mg Methylprednisolon-Acetat als Injektion in den Karpaltunnel, die andere Gruppe trug während der Nacht eine Handgelenkschiene. Im Ergebnis nach 6 Wochen zeigte sich, dass die einmalige Injektion der nächtlichen Handgelenkschiene überlegen war, die Beschwerden hatten sich in der Steroidgruppe signifikant stärker gebessert. Nach einem halben Jahr war allerdings kein Unterschied zur Handgelenkschiene mehr festzustellen.


Quelle:
Chesterton LS et al. (2018) Lancet. DOI: 10.1016/S0140-6736(18)31572-1