Hepatitis-E-Virusinfektionen (HEV) breiten sich in Deutschland und Europa vermehrt autochthon über Haus- und Wildschweine aus.

Riskant ist vor allem der Genuss unzureichend gegarten oder rohen Schweinefleischs. Waren dem Robert Koch-Institut vor 10 Jahren noch lediglich 50 HEV-Erkrankungen gemeldet worden, waren es im Jahr 2016 bereits fast 2.000. In einer Studie wird von rund 300.000 Neuinfektionen pro Jahr gesprochen, bei einer HEV-Seroprävalenz von 15 bis 40 %. Das ist auch daran zu erkennen, dass die HEV-Infektionen offenbar meist mild verlaufen. Nur eine kleine Zahl von Infizierten wird klinisch mit einer akuten oder chronischen Hepatitis auffällig. Dennoch raten Experten zu erhöhter Aufmerksamkeit.


Quelle:
DGVS Jahrestagung 2017