Wer sein Gewicht nicht übermäßig in die Höhe treiben oder vielleicht sogar abnehmen wollte, dem wurde lange Zeit dazu geraten, möglichst gut zu frühstücken, um den Rest des Tages weniger zu essen.

Eine aktuelle Metaanalyse macht jetzt Schluss mit diesem Spuk: Wer frühstückt, nimmt eher zu. Die Forscher hatten vor allem randomisierte Interventionsstudien aus den letzten 28 Jahren ausgewertet und dabei zeigte sich: Verzichten die Probanden auf das Frühstück, nehmen sie im Tagesverlauf deutlich weniger Kalorien (minus 260 kcal) zu sich und verlieren eher an Gewicht. Das fehlende Frühstück wurde also im Tagesverlauf nicht mehr völlig kompensiert. Die Forscher halten daher die Empfehlung, gut zu frühstücken, um dadurch abzunehmen, für nicht mehr gerechtfertigt.


Quelle:
Sievert K et al. (2019) BMJ. DOI: 10.1136/bmj.I42