An der chronischen Lungenerkrankung COPD leidet jeder zehnte Bundesbürger über 40 Jahren. Die weltweit größte COPD-Studie (COSYCONET) untersucht seit fast 10 Jahren bei rund 2.700 COPD-Patienten regelmäßig die Lungenfunktion und testet die körperliche Leistungsfähigkeit. Über Fragebögen werden außerdem demographische Basisdaten erhoben und Aspekte wie Aktivität, psychische Befindlichkeit, subjektive Lebensqualität und Medikation erfasst.

Die Studie zeigt nun, dass die in den Leitlinien empfohlenen nicht-medikamentösen Behandlungs- und Präventionsangebote noch zu selten wahrgenommen werden. Denn während Impfungen zur Vermeidung von Atemwegsinfekten gut angenommen werden, nehmen nur 10 bis 20 % der COPD-Patienten an Lungensportgruppen oder Physiotherapie teil. Auch Programme zur Raucherentwöhnung werden nur von einem Viertel der rauchenden COPD-Patienten besucht. Hier gebe es noch Raum für Verbesserungen, so die Wissenschaftler. Besonders Patienten in frühen Stadien der COPD sollten von ihren Ärzten stärker auf die Präventionsangebote aufmerksam gemacht werden, denn durch sie könne das Fortschreiten der Erkrankung deutlich verlangsamt werden.


Quelle:
DGIM-Kongress 2019