Wenn Patienten mit chronischen Erkrankungen des Öfteren einen Arzttermin beim Hausarzt nicht wahrnehmen, sollten beim Arzt womöglich die Alarmglocken läuten.

Zu diesem Schluss kommt jedenfalls eine Studie, die Daten von 136 schottischen Allgemeinarztpraxen auswertete. Dabei zeigte sich: Ältere und multimorbide Patienten versäumten um 70 % häufiger einen Arzttermin als Patienten ohne chronische Krankheiten. Eine genauere Analyse förderte zutage, dass vor allem psychische Probleme die Versäumnishäufigkeit nach oben trieben. Des Weiteren fanden die Forscher heraus, dass die Sterberate eng mit der Zahl der verpassten Arzttermin korrelierte. Bei 2 oder mehr versäumten Termin lag sie dreifach höher als bei Patienten, die alle Termin einhielten. Besonders hoch ist das Risiko bei Patienten mit ausschließlich psychischen Problemen. Verpassten sie mehr als zweimal einen Termin pro Jahr, war ihre Sterberate 8-fach erhöht. Hier gibt es ein hohes Suizidrisiko.


Quelle:
McQueenie R et al. (2019) BMC Medicine. DOI: 10.1186/s12916-018-1234-0