23. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik: Weltweit weisen Wissenschaftler auf eine zunehmende Antibiotikaresistenz hin, die von den Vereinten Nationen bereits 2016 als "größte und dringendste globale Gefahr" eingestuft wurde. Bisher fehlen jedoch wirksame Lösungsstrategien für dieses große Gesundheitsproblem.

"Das Thema Antibiotikaresistenz hat längst die Politik erreicht. Wir brauchen Lösungen, darin sind wir uns einig. Die Frage ist nur, wie setzen wir es um." Damit brachte MdB Gitta Connemann (CDU/CSU) die ganze Problematik der Zunahme antibiotikaresistenter Bakterienstämme und die damit verbundenen Gefahren für die Weltgesundheit auf den Punkt. Denn eine nationale oder gar weltweite Strategie, dieser seit langem bekannten und gefährlichen Entwicklung effektiv zu begegnen, ist nicht in Sicht. Wenn weiterhin nichts geschieht, werden bis 2050 schätzungsweise rund 10 Millionen Menschen jährlich an multiresistenten Erregern versterben, so Dr. Rainer Höhl, Nürnberg. Zwar ist unstrittig ein unsachgemäßer und unnötiger Gebrauch von Antibiotika in der Human- und Tiermedizin für die zunehmende Antibiotikaresistenz maßgeblich verantwortlich, doch fehlen Ansätze, dem effektiv zu begegnen. Ob die Aufklärung von Ärzten und Patienten zur Reduktion von Antibiotikaverordnungen bei Atemwegserkrankungen führen kann, wird aktuell in dem von den Ersatzkassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung initiierten Versorgungskonzept RESIST untersucht. Insbesondere auch deshalb, weil Atemwegserkrankungen zu 90 % viral bedingt sind und die Phytotherapie mit GeloMyrtol® forte aufgrund nachgewiesener Wirksamkeit in den Leitlinien zur Therapie akuter und chronischer Atemwegserkrankungen empfohlen wird.


Dr. Claudia-Viktoria Schwörer

23. Eppendorfer Dialog zur Gesundheitspolitik "Raus aus der Antibiotikamisere: Welche Lösungsansätze funktionieren", von Pohl Boskamp, Berlin, März 2019


Erschienen in: Der Allgemeinarzt, 2019; 41 (8) Seite 64