16.12.2011 Weniger Depressionen durch Kaffee

Dies wollen Forscher der Harvard School of Public Health in den USA herausgefunden haben. Sie hatten dazu die medizinischen Daten aus den Jahren 1996 bis 2006 von mehr als 50.000 Frauen aus der großen Nurses Health Studie ausgewertet. Während im Jahr 1996 keine der Studienteilnehmerinnen an einer Depression litt, waren es zehn Jahre später 2.607.
Unter anderem hatten die Teilnehmerinnen für die Studie auch angegeben, wie viel Kaffee sie regelmäßig trinken. Im Vergleich zu Probandinnen, die pro Tag nur eine Tasse Kaffee oder weniger tranken, war die Depressionsrate bei den Vieltrinkerinnen um 15 % niedriger. Koffeinfreier Kaffee zeigte diesen Effekt allerdings nicht, so dass die positive Wirkung wohl auf das Koffein zurückzuführen sein dürfte. Ob es sinnvoll sein könnte, Kaffeekonsum als präventive Maßnahme gegen Depressionen einzusetzen, sollen weitere Studien zeigen.
Lucas M et al. (2011) Arch Intern Med 171 (17): 1571–1578. DOI: 10.1001/archinternmed.2011.393
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