11.01.2012 Was bei Höhenkrankheit zu beachten ist

Vor einer Tour ins Gebirge sollten sich Bergwanderer vom Arzt beraten lassen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM).

Denn bereits ab einer Höhe von 2.500 Metern kann sich eine gefährliche Höhenkrankheit entwickeln, die sich mit Kopfschmerzen, Appetitverlust, Erbrechen, Benommenheit oder Schlafstörungen äußert. Das Risiko ist besonders hoch, wenn der Aufstieg sehr rasch erfolgt (mehr als 500 Höhenmeter/Tag), weil sich der Körper dann nicht schnell genug auf die verminderte Sauerstoffzufuhr einstellen kann und sich Ödeme in Hirn und Lunge bilden können.

Vorbeugen lässt sich den Symptomen durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und notfalls durch Medikamente wie Dexamethason. Acetazolamid wiederum steigert in der Niere die Harnbildung und wirkt so der Wassereinlagerung in Lunge und Gehirn entgegen. Alkohol sollten Bergwandere ebenso vermeiden wie codeinhaltige Hustenmittel, da dies die Atmung verlangsamt.

Sollten sich aufgetretene Beschwerden auch nach einer Ruhepause nicht bessern, ist in jedem Fall ein Abstieg unter 2.500 Meter erforderlich, so die DGIM. Wer ins Hochgebirge reisen will, sollte sich zuvor ärztlich untersuchen lassen. Menschen mit Herzkreislauf- oder Lungenkrankheiten sollten Aufenthalte in mehr als 2.000 Metern Höhe grundsätzlich vermeiden. 

DGIM; Dumont L et al.(2000) BMJ 321. DOI: 10.1136/bmj.321.7256.267

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