16.09.2011 Schockbilder beeindrucken Raucher nicht

Kampagnen mit abschreckenden Bildern auf Zigaretten-Packungen sind wohl nutzlos.

Das zumindest lässt eine Untersuchung der Universität Bonn vermuten. Dort hatte man bei Rauchern und Nichtrauchern die Aktivität der Amygdala,, dem Furchtzentrum im Gehirn, verglichen. Den Probanden wurden dazu ängstliche Gesichter gezeigt. Solange die Raucher dabei rauchen durften, zeigten sich keine Unterschiede in der Verarbeitung von Emotionen.

Hatten die Raucher aber eine zwölfstündige Nikotinabstinenz hinter sich, war die Aktivität der Amygdala stark herabgesetzt, für angsteinflößende Reize waren sie nicht mehr empfänglich. Schockbilder würden deshalb nur die Nichtraucher relativ sicher vom Zigarettenkonsum abhalten, so die Autoren.

Onur ÖA et al. (2011) Human Brain Mapping online. DOI: 10.1002/hbm.21293

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