22.12.2011 Schlaganfall: Beine kreuzen zeigt Genesungschancen an

Patienten, die nach einem Schlaganfall spontan die Beine kreuzen können, haben bessere Überlebens- und Genesungschancen.

Diesen Zusammenhang deckten Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München auf. Sie hatten dazu ein Jahr lang 34 Patienten, die ihre Beine nach dem Apoplex kreuzen konnten, mit 34 anderen Patienten verglichen, die das nicht getan hatten. In der Gruppe der „Bein-Kreuzer“ starb nur ein Patient, in der Vergleichsgruppe hingegen 18 Patienten. Bei der Entlassung aus der Klinik hatten die „Bein-Kreuzer“ deutlich weniger neurologische Symptome, und diese Unterschiede hielten bis zum Ende des Beobachtungszeitraums an.

Die positiven Effekte waren allerdings nur zu sehen, wenn das Kreuzen der Beine in den ersten 15 Tagen nach dem Schlaganfall auftrat. Bestätigen sich die Befunde in weiteren Studien, könnte jeder Arzt künftig mit diesem einfachen Mittel herausfinden, welche Patienten noch früher und intensiver mit der Rehabilitation beginnen sollten, weil ihre Aussichten besonders günstig seien, so die Wissenschaftler.

Remi J et al. (2011) Neurology 77 (15): 1453–1456. DOI: 10.12.12/WNL.0b013e318232abe4

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