04.10.2011 Sanofi: Lieferengpässe bei Insulin-Analogon Apidra

Aktuelle Presse-Info des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB): Treffen Sanofi mit dem DDB-Vorsitzenden

Dr. med. Johannes Knollmeyer (Sanofi) hat den Vorsitzenden des Deutschen Diabetiker Bundes (DDB) Dieter Möhler aufgesucht, um im Interesse der Patienten von Problemen mit dem Insulin-Analogon Apidra zu berichten und Lösungswege aufzuzeigen.

Technische Störungen
Apidra ist ein kurzwirksames Insulin-Analogon, das seit November 2004 in Deutschland zur Therapie von Diabetes mellitus zugelassen ist. Technische Störungen in der Produktionsanlage sind Ursache dafür, dass Apidra® Patronen sowie die vorgefüllten Einweg-Pens (SoloStar® und OptiSet®) voraussichtlich erst Anfang 2012 wieder lieferfähig sein werden. Sanofi arbeitet mit Nachdruck an der Behebung und weist auf folgende Therapie-Alternativen hin, auf die unter Überwachung des Arztes und engmaschiger Blutzuckerkontrolle zurückgegriffen werden kann:

Die Therapie-Alternativen
- Umstieg auf Ampulle und Einmalflasche. Ampulle (Durchstechflasche) und Einmalflasche Apidra® sind noch erhältlich. Eine Dosisanpassung wäre damit nicht nötig.
- auf anderes schnellwirksames Insulinanalogon umstellen, beispielsweise Humalog® (Insulin lispro) und NovoRapid® (Insulin aspart) oder
- auf kurzwirksames Humaninsulin umstellen, beispielsweise Insuman® Rapid, Huminsulin® Normal oder Actrapid®. Die Dosis muss mit dem Arzt besprochen, nach Bedarf angepasst werden. Achtung: Die Wirkung setzt verzögert ein und die Wirkdauer ist länger.

Hilfe für Ärzte und Patienten
Sanofi Aventis bietet diesbezüglich vorsorglich ein Programm an, um Ärzte und Patienten zu unterstützen. Dieses Programm beinhaltet Informations- und Schulungsmaterial als Hilfe zur Therapie-Umstellung sowie Callcenter für Patienten und Fachkreise, das für Fragen zur Anwendung von Durchstechflasche und Einwegspritze zur Vefügung steht. Außerdem wird über Umstellung auf schnellwirksames Insulinanaloga oder kurwirksame Humaninsuline informiert (Telefonnummer: 0180-2222010, dt. Festnetz 0,06 €/Anruf, Mobilfunkpreise max. 0.42 €/min). Sobald der Lieferengpass behoben ist, wird eine erneute Information erfolgen.

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