01.02.2012 Regionale Unterschiede bei Darmkrebs-Früherkennung

Bei der Inanspruchnahme von Früherkennungsleistungen gibt es deutliche regionale Unterschiede.

Darauf weist das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung hin. Bisher ausgewertet wurden die ärztlichen Abrechnungsdaten des Jahres 2008. Mehr als vier Millionen gesetzlich Versicherte im Alter zwischen 55 und 74 Jahren nahmen in 2008 Untersuchungen zur Früherkennung des Darmkrebses in Anspruch.

Dabei zeigten sich Schwerpunkte bei der Beratung zur Darmkrebsfrüherkennung insbesondere im Saarland, in Bayern und in Berlin. Bei der Darmspiegelung (Früherkennungs-Koloskopie) hingegen besteht ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: In Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Berlin und den neuen Bundesländern lag die Teilnahmerate für diese Früherkennungsuntersuchung im Jahr 2008 um etwa ein Drittel höher als im Süden Deutschlands; in einzelnen Landkreisen findet sich eine bis zu acht mal höhere Teilnahmerate.

Überall nehmen deutlich mehr Frauen als Männer die Beratung zur Darmkrebsfrüherkennung und den Okkultbluttest in Anspruch. Regionale Schwerpunkte deuteten darauf hin, dass lokale Initiativen zur Förderung der Prävention Wirkung zeigen.

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