06.12.2011 Multiple Sklerose ist eine Krankheit des Immunsystems

Viele dieser Gene gehören zum Immunsystem, das somit entscheidend zur Entwicklung der Krankheit beiträgt. In der internationalen Studie war die Erbsubstanz von 9.772 Personen mit MS und 17.376 gesunden Kontrollpersonen untersucht worden.
Die gefundenen Gene sind besonders für die Funktion der T-Zellen und die Aktivierung von Interleukinen wichtig. Ein Drittel der neu identifizierten Gene ist auch an den Autoimmunerkrankungen Morbus Crohn und Typ-1-Diabetes beteiligt, was für einen gleichen grundlegenden Mechanismus spricht.
Daneben konnten die Forscher auch zwei Gene ausmachen, die in den Vitamin-D-Stoffwechsel involviert sind. Dies wäre eine mögliche Verbindung zwischen genetischen und umweltbedingten Risikofaktoren der MS und erhärtet die These, dass Vitamin D eine Funktion bei MS hat.
Nach Ansicht der Autoren bestätigen die Ergebnisse klar, dass die Multiple Sklerose primär eine immunologische Krankheit ist und das es sich lohnt, weiter an der Entwicklung anti-entzündlicher Therapien zu arbeiten.
The International Multiple Sclerosis Genetics Consortium (IMSCGC) (2011) Nature 476: 214–219. DOI: 10.1038/nature10251
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