19.10.2011 Mit roher Pflanzenkost das Risiko für Herzkrankheiten senken

Wer genetisch bedingt eher zu Herzerkrankungen neigt, kann diesen Effekt durch den Verzehr von rohem Obst und Gemüse eindämmen, zeigen neue Studienergebnisse.

Menschen, die genetisch bedingt ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen haben, können dieses durch den Verzehr von rohem Gemüse und Obst senken. Dies geht aus den Ergebnissen einer neuen Studie hervor, die im Fachmagazin Plos Medicine veröffentlicht wurden. Demnach könnte ein fünfmaliger täglicher Verzehr von roher Pflanzenkost dafür sorgen, dass Schädigungen des Herzens entgegengewirkt und die schädigende Wirkung eines bestimmten Gens in Schach gehalten wird.

Schätzungen zufolge, ist ein Fünftel aller europäischstämmigen Menschen Träger dieser Hochrisikovariante des Gens 9p21. Im Rahmen der Studie, bei der weltweit insgesamt 27.000 Menschen untersucht wurden, zeigte sich, dass Betroffene, die sich von viel rohen Gemüsesorten, Früchten und Beeren ernähren, ihr Risiko für Herzerkrankungen dadurch auf das Level von Menschen ohne diese Hochrisikovariante senken konnten.

"Um den genauen Mechanismus dieses Effekts zu bestimmen, sind weitere Nachforschung notwendig. Aber unsere Studienergebnisse unterstützen die allgemeinen Ernährungsempfehlungen, täglich mindestens fünf Portionen frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen, um damit das gesundheitliche Wohlbefinden zu fördern", kommentierte die an der Studie beteiligte Wissenschaftlerin Sonia Anand von der McMaster University in Kanada.

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