08.12.2011 Magnolie gegen Knochenabbau

Entdeckt haben ihn Schweizer Forscher in der aus der Immergrünen Magnolie. Der Wirkstoff hemmt die Entstehung der knochenabbauenden Osteoklasten. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Cannabinoid-Rezeptor CB2. Körpereigene Cannabinoide aktivieren diese Rezeptoren auf undifferenzierten Immunzellen, woraufhin diese zu Osteoklasten reifen.
Der Magnolien-Wirkstoff, der eine strukturelle Ähnlichkeit zu den Cannabinoiden besitzt, beeinflusst die Rezeptoren dergestalt, dass sie nicht aktiv werden und sich aus den Immunzellen keine Osteoklasten bilden können. Eine psychoaktive Wirkung hat die Substanz nicht. Die Autoren sehen in diesem Wirkstoff das Potenzial, als Leitsubstanz für neue Arzneimittel zur Behandlung von Osteoporose und Osteoarthritis zu dienen.
Schuehly W et al. (2011) Chemistry & Biology 18: 1–12
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