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30.08.2010 Großer Kopf – besseres Gedächtnis?

Demenzkranke mit einem großen Kopf schneiden bei Denk- und Gedächtnistests besser ab, als jene mit einem geringeren Kopfumfang.

Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der Klinik für Psychiatrie am Klinikum rechts der Isar der TU München (MRI) , an der 270 Patienten mit Alzheimer-Demenz teilnahmen. Pro Zentimeter zusätzlichen Kopfumfangs wurde eine um 6 % bessere Denk- und Erinnerungsleistung festgestellt.

Die Unterschiede in der Gedächtnisleistung konnten nachgewiesen werden, obwohl bei den Patienten krankheitsbedingt eine vergleichbare Menge an Gehirnzellen abgestorben war. Die Autoren folgern, dass durch ihre Daten die Theorie der Gehirnreserven untermauert werde.

Eine größere Gehirnmasse könne das Risiko einer Alzheimer-Demenz verringern bzw. zu weniger schweren Symptomen führen. Da das menschliche Gehirn schon im Alter von sechs Jahren zu 93 % ausgebildet sei, komme es in der Prävention darauf an, die Bedingungen in der Schwangerschaft und der frühen Kindheit zu optimieren.

MRI; Perneczky R et al. (2010) Neurology, 13. Juli 2010

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