22.12.2011 Epigenetik gibt frühzeitige Hinweise auf Diabetesrisiko

Forschern entdecken, dass das Erbsubstanz bestimmter Blutzellen schon lange vor dem eigentlichen Ausbruch eines Typ-1-Diabetes auf eine krankheitsspezifische Art und Weise verändert ist.

Der Entwicklung des Typ-1-Diabetes gehen epigenetische Veränderungen voraus, dies hat eine internationale Forschergruppe herausgefunden. Demnach ist das sogenannte Methylierungsmuster der Erbsubstanz bestimmter Blutzellen schon lange vor dem eigentlichen Ausbruch der Erkrankung auf eine krankheitsspezifische Art und Weise verändert.

Zehn bis 15 Jahre später folgt dann der Diabetes. Mit hoher Wahrscheinlichkeit erfolge diese Veränderung bereits im Mutterlieb, so die Autoren. Da das Muster nun bekannt sei, könne man auch schon früher mit präventiven Maßnahmen beginnen. Die Methylierungsmuster selbst sind allerdings kaum zu modifizieren, wenn sie erst einmal geschaffen sind, schränken die Forscher ein.

Quelle: Universität Ulm; Rakyan VK et al. (2011) PLoS Genet 7 (9). DOI: 10.1371/journal.pgen.1002300

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