25.11.2011 „Dopingmittel“ kann manchen Schlaganfall-Patienten helfen

"EPO", die Kurzbezeichnung für das Hormon Erythropoetin, ist vielen Menschen ein Begriff, da dessen synthetisierte Form im Profi-Sport oftmals als Dopingmittel missbraucht wurde und wird.
Als Therapeutikum wird EPO bereits seit einigen Jahren vorwiegend bei der Behandlung der Blutarmut von Dialysepatienten sowie bei aggressiven Chemotherapiezyklen eingesetzt. Forscher der Universität Bremen fanden nun heraus, dass das Hormon auch bei einer bestimmten Gruppe von Schlaganfallpatienten dazu beitragen kann, die Krankheitsfolgen zu vermindern.
Schutz für das Nervengewebe
In einer großen klinischen Studie konnten sie nachweisen, dass EPO einen schützenden Effekt bei solchen Schlaganfallpatienten ausübt, bei denen der verursachende Blutpfropf nicht medikamentös aufgelöst werden kann. Durch die frühe Gabe von EPO werden weniger Eiweißstoffe (sogenannte Schadensmarker), die eine Schädigung des Gehirns anzeigen, freigesetzt als bei Patienten ohne diese Behandlung. Das Nervengewebe wird geschützt und die Patienten erholen sich besser.
Die Studie, die im Fachmagazin Molecular Medicine publiziert wurde, zeigt auch, dass es durch die Analyse von spezifischen Schadensmarkern möglich ist, frühzeitig den Erfolg einer Schlaganfalltherapie biochemisch zu überprüfen, berichten die Bremer Forscher in der Veröffentlichung.
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