04.01.2012 Diskusprolaps durch Herpes-Viren?

In 13 von 16 untersuchten Gewebeproben von Prolaps-Patienten entdeckten sie die DNS von mindestens einem Virus. Am häufigsten handelte es sich um Herpes simplex Virus Typ 1 (HSV-1), gefolgt vom Zytomegalievirus (CMV). In zwei Patienten fanden sich beide Virus-Typen. Die Gewebe-Kontrollen von zwei Patienten ohne Prolaps waren virus-negativ.
Die Autoren spekulieren über eine ursächliche Beteiligung der Viren am Bandscheibenvorfall. Bei Entzündungen oder Schädigungen der Disci könnten die Viren aktiviert werden und zur weiteren Degeneration beitragen. Aufgrund der geringen Fallzahl, sollten die Ergebnisse allerdings noch durch weitere Studien bestätigt werden, bevor weitergehende Rückschlüsse gezogen werden.
Alpantaki K et al. (2011) J Bone Joint Surg Br 93-B: 1253–1258. DOI: 10.1302/0301-620X.93B9.270002
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