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Mein Haus in der Toskana - Heidi Hanisch

Agriturismo Cortoreggio

Wer liebt es nicht, das bella Italia, mit all seinen Vorzügen, die wir halt in Deutschland nicht haben: Den endlosen Duft von Pinienwäldern, den zauberhaften Anblick der Zypressen auf sanften Hügeln, Mohnfelder, soweit das Auge reicht, und Olivenbäume mit bizarr-knorrigen Stämmen, deren silbrig glänzende Blätter im leichten Sommerwind mit der Sonne um die Wette funkeln.

Wir wollten eigentlich nur ein paar Tage dorthin, wo die Sonne länger scheint, der Rotwein dunkler ist und besser schmeckt als anderswo und würziges Olivenöl, gepaart mit ganz viel Knoblauch die Basis bildet für all die Pastagerichte, die wir so lieben. Und wo wir Ruhe finden von der oft unerträglichen Hektik des Alltags, ganz viel Ruhe. Und das haben wir gefunden.

Absoluter Geheimtip

Nur wenige km von der etruskischen Kunst- und Kulturstadt Cortona entfernt liegt das Agriturismo Cortoreggio – einer der besten biologischen Bauernhöfe der ganzen Toskana, wie wir erst später erfahren. Agriturismo bedeutet, dass auch Wein- und Olivenanbau betrieben wird.

Auf dem gepflegten Gut empfängt uns ein typisch italienisches Bauernhaus mit Außentreppe. Ein toskanisches Steinhaus, das erst vor zwei Jahren erbaut wurde, liegt etwas abseits an einem Hang, inmitten von 2.000 Olivenbäumen. Durch die erhöhte Lage hat man einen herrlichen Panoramablick auf den Trasimenosee, weit hinein in das Chiana-Tal  bis hin zum Monte Amiata.

Das autark stehende Häuschen ist sehr geschmackvoll und großzügig ausgebaut, die komplett eingerichtete Küche blitzsauber, sogar ein Geschirrspüler steht zur Verfügung. Ein Schlafzimmer und ein separates Bad mit WC liegt ebenerdig, ein weiteres Schlafzimmer mit Bad, Hydromassage und WC befindet sich durch die abgestufte Lage des Hauses einige Treppen tiefer in einem eigenen Bereich. Romantik pur ist garantiert. Ein offener Kamin im Wohnzimmer – das Holz liegt vorgeschnitten bereit – sorgt für wohlige Behaglichkeit an kühlen Abenden.

Augenblick verweile, denn Du bist so schön

Leider haben wir nicht das Vergnügen des knisternden Feuers, die Abende sind zauberhaft mild, wir genießen bei Kerzenschein und rotem Wein das Zirpen der Grillen, das Quaken der Frösche, die flirrenden Leuchtkäferchen und den berauschenden Duft von Rosmarin und Lavendelbüschen bis tief in die Nacht. Wer süchtig ist nach Wohlgerüchen, Ruhe und Entspannung findet hier seine Mitte.

Der junge Besitzer, Bruno Mezzetti, spricht sehr gut Deutsch und steht mit Rat und Tat zur Seite, wenn es gewünscht wird. Seine Leidenschaft gehört seinen Olivenbäumen und unsere dem köstlichen, aromatischen Öl, welches er daraus gewinnt. Es lohnt sich, davon reichlich mit nach Hause zu nehmen, denn wir müssen ein ganzes Jahr warten, bevor wir unseren Vorrat wieder auffüllen können.

Unbeschwert genießen

Wenn wir nicht selbst kochen möchten, was hier noch mehr Spaß macht als daheim, kennt Bruno natürlich die besten Restaurants ganz in der Nähe. Wir pfeifen auf die Kalorien und bestellen Pizza im Il Vallone, sie ist hauchdünn und knusprig, der Vino di Casa (!) ist preiswert und fast so gut wie der Rosso della Querciolana, den wir hier ganz in der Nähe bei Signora Maria genießen. Und wenn ich jetzt an das Filetsteak mit Rucola  und Parmesan in Knoblauchöl bei Bastian Contrario denke, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Es war das Beste, das wir je gegessen haben. Danach können wir uns ja wieder ein bisschen schlank schwimmen, der große Pool mit herrlichem Blick über die Landschaft sorgt vorerst für ein reines Gewissen.

Bella giornata, é!

Wir machen Ausflüge nach Florenz, schauen mit Michelangelo über den Arno, wundern uns, dass der Schiefe Turm von Pisa immer noch steht, schlürfen Cappuccino an der Treppe von Cortona, staunen in Lucca über Leonarda da Vinci, der nicht nur malen konnte, sondern vor allen Dingen ein genialer Erfinder war. Wir wandern auf den Spuren des Heiligen Franz von Assisi und bezwingen schließlich Todi, eine steil den Hang hochkletternde Altstadt, der Stadt mit der besten Lebensqualität der Welt.

Daß wir ein bißchen Italienisch gelernt haben, gefällt den Leuten. Ein einziger gelernter Satz aus unserer Linea diretta überschüttet uns mit einem emotionalen Redefluß, dem wir natürlich nicht folgen können. Beim “Noi parliamo solo un piccolo italiano, scusi“ klopft man uns begeistert auf die Schultern – die Gastfreundschaft ist überwältigend! Es gibt so viel zu sehen, zu erwandern und zu erleben. Unsere 14 Tage vergehen im Flug und wir haben das Gefühl, der Urlaub war wieder einmal viel zu kurz, da ist noch so vieles, was noch auf uns wartet. Aber keine Sorge – wir sehen uns wieder. Ciao bella – a presto, bis bald!

Anreise

Mit dem Wagen: Autobahn München – Garmisch – Zirler Berg – Innsbruck – Brenner-Autobahn – Bozen – Modena – Bologna – Florenz – Autobahnausfahrt Valdichiana – Superstrada nach Perugia – Ausfahrt Castiglion del Lago – dann rechts ab Richtung Terontola – 2 km immer geradeaus, der Beschilderung „Stadio“ oder „Chiesa“ folgend – dann Hinweisschild Agriturismo Cortoreggio beachten. Die Autobahngebühren für die Hin-und Rückreise betragen inkl. der österreichischen Vignette ca. 90 €.

Preise

Separates Haus: einzeln stehend, Wohnfläche ca. 90 qm
2 Schlafzimmer, großes Wohnzimmer mit SAT-TV und Telefon, Küche, 2 Bäder (Dusche/WC/Badewanne mit Hydromassage), Terrasse, Garten rund um das Haus
Preise:  Januar bis Juni, September und Oktober 700 €.
Juli und August 950 €.

Haupt- und Nebenhaus, ebenfalls sehr komfortabel: Je 4 Wohnungen, Wohnfläche je ca. 80 qm
Mai, Juni und September 600 €
Juli und August 880 €.
Endreinigung für alle Wohneinheiten je 40 €.

Alle Preise inkl. Wasser, Strom, Bett- und Tischwäsche.

Im Anwesen befinden sich zwei Swimmingpools (16 x 8 m und 5 x 2,5 m für Kinder) mit fantastischer Aussicht auf den Lago di Trasimeno und die umliegende Hügellandschaft.

Tipps

Von Agriturismo Cortoreggio aus fährt man nach Florenz am besten mit dem Zug. Abfahrt direkt im Ort Terontola, Ankunft nach 1 Stunde im Zentrum von Florenz.  Nur 2 Minuten in die Altstadt, Preis Hin- und Rückfahrt pro Person 13 € . Beste Möglichkeit, alle Sehenswürdigkeiten kennenzulernen: Der rote CitySightseeing-Doppeldecker Firence (Abfahrt direkt am Bahnhof) zum Preis von zwar stolzen 20 € pro Person, doch jeder Cent lohnt sich. Man kann mit dem Ticket 24 Stunden kreuz und quer durch Florenz fahren, aus- und wieder zusteigen, wo und wann es einem gefällt. Bei Vorzeigen des Tickets in anderen Großstädten innerhalb Europas erhält man 10 % Rabatt bei weiteren Fahrten für die Dauer eines ganzen Jahres.
Filtertüten (Gr. 1x4) für Kaffeemaschine mitnehmen – gibt es in Italien nicht in unserer Größe!

Buchung

Direktbuchung frühzeitig über Bruno Mezzetti, denn wer einmal da war, kommt immer wieder.
Tel.: 0039-0575-67660 (Null der Ortsvorwahl mitwählen!), E-Mail: undefinedbmezzet(at)alice(dot)it.

Ausflugstipps in der Toskana finden Sie hier zum Download.

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