CME (Continuing Medical Education) Zertifizierte Medizin-Fortbildung
Bislang bestand aufgrund des Berufsrechts für Ärzte eine vorgeschriebene Fortbildungspflicht, der im Rahmen eines freiwilligen Fortbildungszertifikates durch die Landesärztekammern nachgekommen wurde. Seit dem 01. Januar 2004, im Zuge des Gesundheitsreformgesetzes, hat der Gesetzgeber im SGB V die Pflicht zur Fortbildung festgeschrieben. Eine entsprechende Nachweispflicht besteht seit dem 01.07.2004.
Seit wann?
Seit dem 01. Januar 2004, mit in Kraft treten des GKV-Modernisierungsgesetzes. Nachweispflicht seit 01.07.2004
Wer ist zur Fortbildung verpflichtet?
Vertragsärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten, die an einer vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen (§ 95d SGB V). Somit auch im Krankenhaus tätige Ärzte. Unabhängig von einer Vollzeit- oder Teilzeitbeschäftigung bzw. Größe der Kassenpraxis. Privatärztlich tätige Ärzte unterliegen nicht der gesetzlichen Verpflichtung zur Fortbildung – sie sind lediglich an die berufsrechtliche Fortbildungspflicht gebunden.
Gegenüber wem?
Nachweis über regelmäßige Fortbildung gegenüber der jeweils zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung alle fünf Jahre.
Warum?
Regelmäßige Fortbildung als eine Säule zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Berufsausübung.
Wie viel? Wie oft? Womit?
Mindestens 250 Fortbildungspunkten / 5 Jahre in verschiedenen Kategorien, durch Fortbildung im klassischen Sinne Teilnahme an moderierten Qualitätszirkeln Interaktiven Fortbildungen Workshops* Anerkannte bzw. zertifizierte Fortbildungsveranstaltungen. Hier kommen Sie zu unserem * Details siehe Ärztetag 2004 in Bremen verabschiedet wurden.
Bis wann?
Ärzte (s. o.), die zum 30. Juni 2004 bereits zugelassen waren, müssen die Fortbildungsnachweise erstmalig bis zum 30. Juni 2009 erbringen. Ab 01.07.2004 zugelassene Ärzte: Fünfjahreszeitraum beginnt mit dem Zeitpunkt der Aufnahme der vertragsärztlichen Tätigkeit.
Wann haben Sie bestanden?
Im Bereich der Online-Fortbildung gilt:Richtiges Beantworten von Fragebögen der Fortbildungseinheiten aus Diabetesforum. Eine Lerneinheit gilt als bestanden, wenn mindestens 70 % der Fragen richtig beantwortet sind bzw. das Ergebnis –jeweils bezogen auf die betreffende Lerneinheit - über dem Durchschnitt aller Teilnehmer liegt. Nachweis durch das Fortbildungszertifikat der Landesärztekammer
Wie viele CME-Punkte?
Bei erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie je Fragebogen 2 Fortbildungspunkte. Die Dokumentation erfolgt über die jeweils ausgestellten Teilnahmebescheinigungen.
Teilnahmebescheinigungen
Auf den Bescheinigungen stehen üblicherweise die offiziellen Lösungen zu den Fragen, die eigenen Antworten sowie der Durchschnitt aller Teilnehmer, und die Angabe der erzielten CME-Punkte, Sammeln Sie alle Teilnahmebescheinigungen und legen Sie diese zusammen mit Bescheinigungen aus anderen Fortbildungsveranstaltungen Ihrer Landesärztekammer/Fortbildungsakademie vor Ablauf der 5-Jahres-Frist vor.
Anrechnungsfähigkeit von Fortbildungspunkten, die vor dem 30.06.2004 erworben wurden
Fortbildungspunkte sind dann anrechnungsfähig, wenn sie seit dem 01.01.2004 in entsprechend zertifizierten Veranstaltungen gesammelt wurden. Inwieweit vor dem 01.01.2004 erworbene Fortbildungspunkte angerechnet werden, stand zu Redaktionsschluss noch nicht fest.
Fortbildungszertifikat
Mit Erreichen der 250 CME-Punkte erhalte Sie ein Fortbildungszertifikat, mit dem Sie in Ihrer Praxis werben können.
Was geschieht, wenn der Fortbildungspflicht nicht nachgekommen wird?
Werden keine vertragsärztlichen Fortbildungen nachgewiesen, kann das Honorar gekürzt oder sogar die Zulassung entzogen werden. Vermeiden Sie Engpässe durch kontinuierliche Fortbildungen von Anfang an Sammeln von Bescheinigungen Führen eines Fortbildungskontos bei den Landesärztekammern. Tipp über anerkannte Angebote:Mustervertragsregelung Fortbildung und Fortbildungszertifikat, die vom Dt.
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