Eine Studie aus Australien zeigt, dass über 55-Jährige mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen (LKB) ihre Gehirnfunktion mit Muskelaufbau stärken können.

Für die Untersuchung wurden 100 Probanden mit LKB zwischen 55 und 86 Jahren in 4 verschiedene Gruppen eingeteilt: Widerstandstraining und computerbasiertes kognitives Training, Widerstandstraining und ein Plazebo-computerbasiertes kognitives Training, Gehirntraining und Plazebo-Sportübungen (Stretching), sowie Plazebo-Sportübungen und Plazebo-kognitives Training. Teilnehmern, die Widerstandstraining absolvierten, wurde beispielsweise aufgetragen 2 Mal die Woche, 6 Monate lang Gewichte mit einer Belastung von 80 % zu heben. Entsprechend dem Trainingsstand und dem Zuwachs der Muskeln wurde das Gewicht im Laufe der Monate immer wieder angepasst, um die Belastung von 80 % zu erhalten. Die Forschungsergebnisse zeigten letztendlich, so die Forscher, dass wir mit einer gesünderen alternden Gesellschaft rechnen können, je mehr Menschen Widerstandstraining machen. Der Schlüssel zum Erfolg sei dabei Kontinuität. Die Autoren empfehlen, mindestens 2 Mal pro Woche mit hoher Intensität zu trainieren, um den Kräftezuwachs zu maximieren. Davon profitiere dann auch das Gehirn. So konnten anhand von MRT-Scans bei Studienteilnehmern, die am Programm mit Gewichtheben teilnahmen, eine Vergrößerung bestimmter Hirnregionen festgestellt werden.


Quelle:
Mavros Y et al. (2016) J Am Geriatrics Soc. DOI: 10.1111/jgs.14542