Eine gute Kommunikation zwischen Arzt und Patient verbessert augenscheinlich signifikant den Erfolg einer Prostatakrebs-Therapie. In diese Richtung weisen zumindest die Ergebnisse einer Studie mit fast 1.800 Männern, denen die Prostata aufgrund eines Karzinoms entnommen worden war.

Alle untersuchten Patienten waren an einem spezialisierten Prostata-Zentrum operiert worden. Nach dem Eingriff waren sie an ihren behandelnden Arzt zurücküberwiesen worden, der dann die weitere Betreuung übernahm. In den drei Jahren nach ihrer Prostata-Operation bekamen sie alle sechs Monate einen Fragebogen zugeschickt. Darin wurden sie u. a. zu verschiedenen Aspekten der Kommunikation mit ihrem Arzt befragt. Die Forscher stießen dabei auf einen interessanten Zusammenhang: Je besser sich Arzt und Patient austauschten, desto seltener gaben letztere in den 3 Jahren nach der OP eine Einschränkung ihrer Lebensqualität zu Protokoll. Wenn der Arzt sich Zeit nimmt, auf die Sorgen und Bedürfnisse seines Patienten einzugehen, und ihn bei medizinischen Entscheidungen unterstützt, verbessert das spürbar das Therapieergebnis, so die Autoren“, Vermutlich gebe es dafür 2 Gründe: Zum Einen erkenne ein gut informierter Arzt schneller, wenn sich der Zustand seines Patienten zum Schlechten entwickelt. Er könne dann rasch mit entsprechenden Maßnahmen gegensteuern. Zum anderen würden sich Patienten, die sich ernst genommen fühlen, eher an therapeutische Ratschläge halten.


Quelle:
Ernstmann N et al. (2016) BJU International. DOI: 10.1111/bju.13495