Männer mit einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung (CED) fürchten häufig, kein gesundes Kind zeugen zu können, nicht zuletzt auch wegen der Medikamente, die sie einnehmen.

Entwarnung gab Priv.-Doz. Dr. Niels Teich, Leipzig, für die Mehrzahl der Wirkstoffe, die bei CED zum Zuge kommen. 5-Aminosalizylate gelten als unbedenklich. Aber auch die Sicherheit unter Azathioprin (z. B. Azafalk®) ist hoch: "Je größer und systematischer die Studie, desto klarer ist: Thiopurine sind ohne Risiko für unerwünschte Schwangerschaftsausgänge." Sehr unsicher ist dagegen die Datenlage unter einer Therapie mit Methotrexat. Als gute Informationsquelle zum Zusammenhang zwischen Medikamenten und embryonalen Missbildungen nannte er http://www.embryotox.de .



Autorin:
Dr. Beate Fessler

Erschienen in: Der Allgemeinarzt, 2017; 39 (10) Seite 61